Der 2. offizielle Podcast
Dezember 16, 2008

Nach 6 Monaten Pause steht hier nun on nobody’s demand der neue Bumsdorfer Gerüchteküchen-Podcast zum Download und Anhören bereit. Unsere technischen Möglichkeiten haben in der Zwischenzeit nur lausig funktioniert, deshalb mussten wir leider auf Aufnahmen verzichten.
Nachdem Roland und ich bezüglich des letzten Podcasts einigen Ärger haben einstecken müssen, weil wir zuviel Unsinniges geredet haben, ist dieser Podcast nun noch um 10 Minuten länger geraten als der letzte. Über Rückkopplung wären wir natürlich höchst erfreut. Es gibt Beiträge zu hören von Axel Klingenberg, Daniel Terek, Roland Kremer, Marcel Pollex und den Küchengästen Hauke Trustorff und Kai-Olaf Stehrenberg. Das Ganze ist eine Aufzeichnung der Bumsdorfer Gerüchteküche vom 11. Dezember 2008. Viel Spaß dabei!
Mit dem größten Vergnügen: Marcel Pollex
Jetzt anhören:
Download: 20081211 Der Bumsdorfer Gerüchteküchen-Podcast (Rechtsklick > Ziel speichern unter …)
Gerüchteküchenfotos vom 11. Dezember
Dezember 16, 2008
- Axel Klingenberg
- Daniel Terek
- Daniel, Marcel und Hauke
- Küchengast Hauke Trustorff
- Marcel Pollex
- Roland Kremer
- Küchengast Kai-Olaf Stehrenberg
- Küchengast Hauke Trustorff
- Küchengast Kai-Olaf Stehrenberg
Alle Fotos von Andreas Reiffer.
„Gefühlvolles Übergeben“ von Axel Klingenberg
Dezember 1, 2008
Wenn mein Schwager mich begrüßt, tätschelt er zärtlich meinen Bauch. „In welchem Monat bist du denn?“, fragt er dann.
In Wirklichkeit meint er natürlich: „Du bist zu dick!“
Das stimmt aber gar nicht, denn in Wirklichkeit bin ich bloß co-schwanger.
Co-schwanger wird man, wenn man sich so in seine schwangere Frau einfühlt, dass man die gleichen Symptome zeigt wie sie. Das zeugt von großer Sensibilität.
Sie hat einen Bauch. Ich auch.
Sie hat Rückenschmerzen. Ich auch.
Sie übergibt sich jeden Morgen. Ich nicht.
Irgenwo hört die Solidarität ja auch mal auf. Ich übergebe mich nur, wenn ich am Abend zuvor zuviel Bier getrunken habe.
Meine Frau sagt, ich solle kein Bier trinken. „Co-Schwangere trinken keinen Alkohol“, sagt sie, „nur Kamillen- und Rotbuschtee.“
„Okay“, erwidere ich, „mir ist sowieso schon schlecht, dann kann ich auch Pflanzensud schlucken.“
Gegen Abend – die Kopfschmerzen haben schon deutlich nachgelassen – bekomme ich Hunger. Ich durchsuche unsere Vorratskammer und den Kühlschrank.
Vorwurfsvoll gucke ich Anita an. „Hattest du eine Fressattacke?“, frage ich sie.
„Nein, ich bin bloß nicht zum Einkaufen gekommen“, antwortet sie, „Mein Rücken…“
„Du kannst es ruhig zugeben“, sage ich, „du bist doch schwanger, da ist das normal.“
„Aber…“
„Ahhh, hier sind ja noch saure Gurken“, stelle ich erfreut fest, „Und Salzstangen und Schokoküsse. Und Trockenobst.“
„Das willst du doch wohl nicht alles essen!“ Anita ist entsetzt.
„Natürlich nicht. Ich mag doch gar kein Trockenobst.“
Dann setze ich mich vor den Fernseher, esse die Gurken (viel Wasser, das ist gut), dann die Salzstangen (viel Salz, das ist noch besser), dann die Schokoküsse (viel Zucker und Fett, das ist am besten). Dann wieder Gurken.
Dann renne ich aufs Klo und übergebe mich erneut. Wie gute Ehemänner das eben so tun, wenn sie sich einbilden, sie seien schwanger.
Anita ruft mir durch die Badezimmertür zu, ich solle im Wohnzimmer schlafen. Manchmal denke ich, dass sie irgendwie sensibler sein könnte. Als ich ihr das sage, schlägt sie mir vor, in eine Selbsthilfegruppe für Co-Schwangere zu gehen.
Ich halte das für eine gute Idee. Nächsten Samstag treffe ich mich deshalb wieder mit dem Dieter in der Kneipe. Der ist nämlich auch co-schwanger.
NICHT VERGESSEN:
„Heimatliches, Weihnachtliches und der ganze Rest“ – Lesung mit Axel Klingenberg und Gebäck und Getränken
4. Dezember, 19.30 Uhr
Öffentliche Bücherei Wenden, Heideblick 20, Braunschweig-Wenden
Eintritt: 6,- Euro, für Schüler frei
Kartenvorbestellungen unter: 05307/1502








