In der Bumsdorfer Gerüchteküche werden Comedy, Kabarett, Lesung und Slam Poetry-Performance zu den schärfsten Mahlzeiten verarbeitet, die die lokale Küche derzeit zu bieten hat. Mithilfe der Zutaten Geschichte, Glosse, Gedicht und Lied entsteht dabei jeden Monat ein Überraschungsmenü aus selbstironischer Situationskomik, absurdem Humor und präziser Polemik.

Die festangestellten Köche sind Axel Klingenberg (2. Schriftführer des Boßelclubs Blau-Blau Brösenbüttel), Roland Kremer (Herausgeber der noch nie erschienenen Zeitschrift „Band und Wurm“), Julian Meding (der erfolgloseste Rockstar der Welt), Marcel Pollex (Schöpfer und Verleser guter Nachrichten) und Daniel Terek (begnadeter Garfield-Darsteller bei Kindergeburtstagen, Bar Mizwa-Feiern und Möbelhauseinweihungen). Unterstützt werden sie dabei von geladenen Gästen der lokalen Satire-, Literatur- und Songwriterszene.

Fatalerweise lassen sich die Bumsdorfer ihre Themen vom Publikum vorgeben, so dass sie schon gezwungen gewesen sind, über Minderwertigkeitskomplexe, Streichelzoos, Blockaden, den Weltfrieden und die Kartoffelsuppe im Wandel der Zeiten zu schreiben.

Die Heimat der Bumsdorfer Gerüchteküche ist DRK-Kaufbar in der Bolchentwete 1 (Ecke Kastanienallee) in Braunschweig. Zu besonderen Anlässe bereiten die Bumsdorfer ihre Schnellgerichte, Henkersmahlzeiten, Leichenschmause und Gelage aber auch gerne an anderen Orten zu.

Braunschweig hat in Sachen urban-anarchischer Literatur durchaus etwas zu bieten (…) (Die Bumsdorfer Gerüchteküche ist) ein in der Braunschweiger Literatur- und Kneipenszene längst etabliertes Ensemble, das auf den ersten Blick ein wenig mehr vereint, als die Leidenschaft zum Texten und Vortragen. Dabei ist sich dieser „Club“ der literarischen Traditionen Braunschweigs durchaus bewusst. Wilhelm Raabe verballhornte Braunschweig einst zu Bumsdorf. Die Gerüchteküche verarbeitet Skurrilitäten aus der Nachbarschaft.Wolfsburger Nachrichten